Umfrage Studienstart

Wir haben zu Beginn dieses Semesters (Sommer 2017) eine Umfrage gestartet mit dem Themen rund um den Studienstart.

Umfrage der AktionsGemeinschaft BOKU

 

Vor Beginn des Studiums haben sich rund 88% das Curriculum durchgelesen, davon haben sich fast 60% informiert und 40% weniger über das Studium informiert gefühlt.

Fast 40% haben sich unter dem gewählten Studium etwas Anderes vorgestellt!

 

 

 

Auf die Frage was man sich beim Studium anders vorgestellt hat gab es eine große Bandbreite an Antworten:

Über alle Antworten zog sich in gewissen Punkten ein roter Faden. Diese bezogen sich auf die große Anzahl der Lehrveranstaltungen mit den verhältnismäßigen geringen ECTS Punkten, beziehungsweise auf eine gerechtere Verteilung der ECTS. Außerdem sind viele mit dem Vortragsstil der Professoren und der Bereitschaft dieser sich mit den Studierenden auseinanderzusetzen unzufrieden. Teilweise liegt das auch an den hohen Studierendenzahlen und der deswegen erschwerten Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden. Daher gaben auch viele der Umfrageteilnehmer an, dass geringere Studierendenzahlen die Situation verbessern würde und auch zu weniger überfüllten Hörsälen beitragen würde. Zugleich wünschen sich die Studierenden auch kleine Gruppen bei Seminaren und Übungen.

 

Viele der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die Beschreibung der Lehrveranstaltungsinhalte oft wenig aussagekräftig ist. Des Öfteren fiel auch Kritik bezüglich der mangelhaften Qualität der Lernunterlagen, sowie sich auch teilweise Lehrmittel selbst nicht auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Einige nannten auch, dass sie sich mehr Wahlmöglichkeit und ein weniger verschultes System wünschen. Außerdem würde ein Teil der Befragten eine bessere Abstimmung der Lehrenden untereinander und eine bessere Organisation der Abhaltungstermine von Lehrveranstaltungen begrüßen. Allgemein fiel sehr oft die Antwort, dass mehr Praxis im Studium gewünscht wird sowie mehr Exkursionen und Übungen.

 

In Bezug auf den Studieninhalt würden einige der Umfrageteilnehmer, weniger Mathematik, Ökonomie, Technik und Chemie bevorzugen. Gleichzeitig würden sich ein paar der Umfrageteilnehmer mehr Biologie, Chemie, Naturwissenschaften, Technik, Genetik und Bezug zu Lebensmitteln wünschen. Grundsätzlich finden viele der Befragten, dass im Studienplan zu viele Grundlagenfächer verankert sind und zugleich zu wenig Fachwissen vermittelt wird. Außerdem sollten mehr Kurse in englischer Sprache angeboten werden. Einige Male wurde der Wunsch nach mehr Interdisziplinarität genannt, aber wiederrum auch nach spezifischeren Inhalten und einem weniger breiten Aufbau des Studiums. Zusätzlich begrüßen einige Teilnehmer offene Prüfungen und sehen das zunehmende Ausmaß von Multiple-Choice Prüfungen kritisch. Außerdem geben viele der Befragten an, bloß auswendig zu lernen um alles zu schaffen und kritisieren aber gleichzeitig das „Bulimielernen“.

 

Viele der Teilnehmer hätten sich vor Beginn des Studiums eine Auskunft über spätere Berufsfelder und Chancen auf dem Arbeitsmarkt gewünscht.

 

 

 

 

Bei der Wahl des Studiums war vor allem der Besuch der Best Messe und des Studieninfotages hilfreich. 50% der Studierenden gaben an, dass ein Online Self-Assessment die Studienwahl erleichtert hätte. Des Weiteren glauben fast 40% das der Besuch des Studieninfotages hilfreich gewesen wäre, sowie 30%, dass Beratung durch die ÖH geholfen hätte. Zusätzlich nehmen 24% an, dass ein Mehrstufiger Eignungstest bei der Wahl des Studiums geholfen hätte.

Nach kurzer Aufklärung über das Ziel eines Self-Assessments gaben rund 77% der Befragten an, dass dieser vor Beginn des Studiums wünschenswert wäre. Hätte es bereits einen solchen Orientierungstest gegeben, hätten 95% auch daran teilgenommen!

Davon geben 55% an, dass das Ergebnis des Testes zur Selbsteinschätzung etwas an der Studienwahl geändert hätte.