Mehr Lernplätze & Steckdosen

Einsatz für eine verbesserte Infrastruktur

Die BOKU wächst. Und das stark. 2007 zählten wir noch rund 7.000 Studierende, acht Jahre später sind wir schon bei über 12.000 (Quelle: BokuOnline). Unsere BOKU-Gebäude besitzen leider nicht die Fähigkeit mit diesem Wachstum Schritt zu halten. Daraus resultieren verschiedenste Problematiken.

 Wo soll i hin?

Mittlerweile hat sich ein massiver Mangel an Lern- und Arbeitsgruppenplätzen eingestellt, insbesondere in den prüfungsintensiven Monaten Jänner und Juni merkt man das. Die Bibliothek stößt häufig an die Grenze ihrer Kapazität, viele Studierende nutzen Plätze, die aufgrund von Lärm oder anderen Störfaktoren nicht besonders geeignet sind. Gruppen von vier oder fünf Studierenden, die mit ihren Sachen die Gebäude nach einem geeigneten Arbeitsplatz absuchen, gehören schon zum Alltagsbild. Auch wenn die Augasse hier ein wenig Entlastung gebracht hat, soll diese immer noch als Ausweichquartier fungieren und nicht als dauerhafte Lösung oder gar als neuer BOKU-Standort dienen. Vor einem guten Jahr wurde eine Umfrage unter allen BOKU-Studierenden zu dieser Thematik durchgeführt - die Ergebnisse sprechen eine sehr deutliche Sprache. Obwohl bekannt, wurden diese weder vom aktuellen ÖH-Vorsitz veröffentlicht (wie von uns gefordert) noch hat sich seither eine Verbesserung eingestellt.

Akku aus, kein Steckplatz im Haus

Laptop sowie Handy gehören mittlerweile zur Standardausstattung eines jeden Studenten. Für Steckdosen in den Hörsälen, Lern- und Arbeitsplätzen gilt das aktuell noch nicht. Besonders in der Muth- und Augasse findet man häufig keine Steckdosen und wenn doch, dann sind sie schlichtweg unpraktisch. Etwa in der Aula der Augasse wo sich diese drei Meter über dem Boden befinden. Wenn dir dann beim Schreiben deiner Seminararbeit oder beim Mitnotieren in der Vorlesung dein Akku ausgeht, ist es vorbei mit der Produktivität.

Sitzen und Arbeiten

Wir sind der Meinung, da muss sich etwas ändern. Durch einfache Maßnahmen wie dem Zugänglich machen von ungenutzten Hörsälen und Seminarräumen können im Handumdrehen zusätzliche Lern- und Arbeitsgruppenplätze geschaffen werden. Außerdem können aktuell ungenutzte leerstehende Flächen, wie die Aula im Schwackhöferhaus, durch vermehrte Ausstattung mit Sesseln und Tischen genützt werden. Langfristig müssen mehr Plätze an allen Standorten entstehen, um so den stark steigenden Studierendenzahlen gerecht zu werden. Steckdosen und Verteiler an allen studentisch genutzten Flächen einzurichten, sollte für eine moderne Universität keine große Herausforderung dar-stellen. Wir setzen uns dafür ein, dass du in Zukunft das tun kannst, warum du (hoffentlich) auf die Uni kommst: Sitzen und ungestört arbeiten!

Autorin: Sandra Uschnig