Der ÖH-Vorsitz in Schieflage - Teil 1

Wir sind der Meinung, zu wenig Studierende an der BOKU sind über die laufenden Vorgänge und diversen Fehlentwicklungen an der ÖH informiert. Deshalb wollen wir euch ab jetzt in jedem Report und auf unserer Homepage über die neuesten Begebenheiten informieren.

 ÖH Magazin

Mit großem Bedauern mussten wir feststellen, dass die letzte Ausgabe leider wieder an Niveau und Qualität verloren hat. Anstelle von Interviews mit Rektoren oder Professoren der BOKU oder Informationen über die diversen Bauvorhaben an der Türkenschanze, wird über Kaffeeautomaten, Gegrunze und Gepruste bei ÖH Seminaren (nachzulesen auf Seite 4 und 5 in der Jänner-Ausgabe) und ähnliche höchst interessante Dinge berichtet. Meinst du nicht auch, dass rund 2417 Studienbeiträge (oder umgerechnet 43.500€) pro Jahr besser angelegt werden könnten?

Themenmonate

Sind sie dir schon aufgefallen? Hast du schon eine der Veranstaltungen besucht? Mit viel Mühe und noch mehr Geld werden diese beworben und abgehalten. Erstaunlich, wenn dann zu einigen Terminen nur acht oder neun Leute erscheinen und das obwohl sich an der ÖH über hundert Studierende engagieren. Anscheinend sind nicht einmal die Organisatoren daran interessiert hinzugehen. Noch bedenklicher finden wir allerdings die Tatsache, dass Gesichter von Personen an der ganzen Uni in Plakatgrößeaufgehängt werden und diese vorher nicht einmal gefragt werden, geschweige denn eine Entschädigung erhalten, wenn sie sich dagegen wehren. Wenn dein Gesicht für die Plakate beim kommenden Themenmonat ausgewählt werden soll, dann melde dich bei uns! Wir kümmern uns darum.

Umgang mit externen Studierendenorganisationen

Für sehr bedenklich halten wir auch den Umgang der unabhängigen und für alles und jeden offene FL BOKU mit der Studierendenorganisation AIESEC. Diese vermitteln unter anderem bezahlte Praktika im Ausland und helfen hier bei der Suche nach einer Unterkunft und bei der ersten Orientierung. Weiters organisieren sie Workshops und Diskussionen mit verschiedenen Unternehmen, sowie Kamingespräche zwischen BOKU Studierenden und Professoren oder externen Experten. Das halten wir für eine tolle Sache. Dennoch wurde in der Universitätsvertretungssitzung ihr Antrag für einen Kasten, um Materialien an der Uni lagern zu können, sowie die Mitbenutzung eines Büros auf der ÖH abgelehnt. Sieht so Service für Studierende an der ÖH BOKU aus?

Wir und die ÖH

Zwar sehen wir uns auch als Teil der ÖH BOKU, unter anderem stellen wir immerhin 14 von 33 Studienvertretern, doch viele laufende Vorgänge lassen uns vermuten, dass dies aus Sicht von GRAS und FL BOKU nicht der Fall ist. So wurde der

Jahresvoranschlag nach der
Sitzung des Finanzausschusses, in dem wir zwei von fünf Mandaten führen, ohne unser Wissen noch einmal deutlich abgeändert. Wir freuen uns schon auf den nächsten Fall, wenn sich der Vorsitz wieder um eines unserer Themen annimmt: Im Mai 2013 wurde unsere Forderung nach längeren Bibliotheksöffnungszeiten und mehr Lernplätzen noch als lächerlich und unwichtig abgetan, plötzlich bearbeitet der Vorsitz dieses Thema aber mit großem Engagement und schickt dazu eine Umfrage aus. Das Hervorbringen eigener Ideen und das Ausarbeiten eigener Projekte sind offenbar nicht mehr modern.