A Geh, fahr mit!

Mitfahrbörsen: Die Zukunft des Nah- und Pendlerverkehrs?

So wie viele andere Dinge, haben auch die öffentlichen Verkehrsmittel die schlechte Angewohnheit von Jahr zu Jahr immer teurer zu werden. Speziell für Studierende, die am Familienbetrieb oder anderswertig eingeteilt sind und regelmäßig die Heimreise antreten, ist dies deutlich in der Brieftasche spürbar.

In den aktuellen Tarifbestimmungen bekannter Verkehrsbetriebe befinden sich wenig beziehungsweise keine attraktiven Angebote für Studenten. Dies ist vermutlich der Grund, weshalb immer mehr Reisende, vor allem Studierende, sich in Fahrgemeinschaften zusammen tun. Mit dieser Reisevariante kann man ohne weiteres die Reisekosten im Vergleich zu öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Hälfte reduzieren.

Im besten Fall fährt man mit Freunden oder Studienkollegen mit. Aber wie kommt man zu einer Mitfahrgelegenheit, wenn man niemanden kennt? In den letzten Jahren haben sich einige Online-Communities gebildet. Die wohl beliebteste Variante funktioniert über Soziale Netzwerke. Dort gibt es eigene Gruppen für die gängigsten Strecken, wie zum Beispiel „Kärnten-Wien“, „Wien- Bayern“ u.v.m. In diesen Gruppen können Fahrer ihre Strecken posten und Mitfahrer nach Mitfahrgelegenheiten suchen.

Auch eigene Internetseiten, die sich nur mit Mitfahrgelegenheiten beschäftigen, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auf diesen Homepages kann man ein eigenes Profil erstellen. Fahrten können sehr detailliert eingetragen werden und der durchschnittliche Fahrpreis wird auch oft angezeigt. So wird das Suchen einer Mitfahrgelegenheit kinderleicht. Oftmals steht auch ein Buchungssystem zur Verfügung. Wenn dieses verwendet wird, läuft die Bezahlung über ein PayPal Konto. Praktisch dabei ist, dass der Fahrer bei Nichterscheinen eines Mitfahrers den Betrag trotzdem erhält und Mitfahrer ihr Geld rückerstattet bekommen, sollte der Fahrer nicht kommen. 
Ich selbst nutze diese Möglichkeitenund nehme ständig Leute mit, wenn ich nach Wien oder woanders hinfahre. Auch wenn sich oft wildfremde Personen in mein Auto setzen, habe ich noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil haben sich immer unterhalt- same Fahrten ergeben, bei denen nicht nur meine Brieftasche, sondern auch die Umwelt geschont wurde.