Auf der BOKU isst man heimisch


In Kantinen muss das Essen gut und günstig sein – der Lebensmittelherkunft der Speisen wird meist wenig Beachtung geschenkt. Selten weiß man, woher das Schnitzel am Teller kommt und bei näherer Recherche gibt es oftmals keine befriedigende Antwort.


Anders ist das bei Wolfgang Havran. Er verköstigt tagtäglich hunderte Studierende und MitarbeiterInnen an der Universität für Bodenkultur mit bodenständigen Gerichten und kann daher Auskunft über die verkochten Lebensmittel und deren Herkunft geben. Die Zutaten stammen mehrheitlich aus Österreich. „Echt regional – das ist für mich der Umkreis von 30-40 Kilometer – in dem ich Erdäpfel, Salat und Gemüse einkaufe. 98% des verarbeiteten Fleisches in meiner Küche stammt aus Österreich, weitere 80% Rohware jeglicher Art ebenfalls. Mir ist es wichtig, dass meine Lebensmittel keine zu langen Transportwege hinter sich haben, denn das ist für die Umwelt eine Katastrophe“, so Havran. Das Gemüse der Mensaküche kommt aus dem Marchfeld, die Erdäpfeln aus Wolkersdorf und die Tiere für das Mensaschnitzel das dienstags am Speiseplan Tradition hat sind in Österreich geboren, aufgezogen, geschlachtet und verarbeitet. Warum Herr Havran darauf achtet, österreichische Produkte zu verwenden, erklärt er uns ganz einfach so:

„Durch den Erwerb heimischer Lebensmittel fördern wir die Sicherstellung unserer Arbeitsplätze. Natürlich kaufe ich auch heimisch ein, weil die Qualität der österreichischen Produkte sehr gut ist.“ Herr Havran zeigt weiters auf: „Die Gäste im Kantinenbetrieb fragen kaum nach der Herkunft der Speisen. Allgemein wäre dies sicher ein Ansporn für andere Mensen und Kantinen, ebenfalls mehr heimische Erzeugnisse zu verkochen."

Um die Regionalität der verwendeten Lebensmittel in unseren Kantinen und Mensen zu fördern, liegt es an uns –den Konsumentinnen und Konsumenten – nachzufragen, woher die Produkte stammen, umso unsere heimische Landwirtschaft zu fördern, unsere Umwelt zu schonen und regionale Arbeitsplätze zu sichern.

In diesem Sinne, ein Danke an die Familie Havran für die Auskunft und die tägliche Verköstigung!

 

Foto: Wolfgang Havran

Interviewer: Felix Reisenhofer